Blog Masonry Full Width » Väterbewegung.org
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We're quite the bloggers

getrennterziehend.media

getrennterziehend.media fordert die Reformation des Familienrechts und die Umsetzung des bestehenden Rechts (siehe zB.: § 1684 BGB). Ich stehe für folgendes:

  • Gemeinsames Sorgerecht ab Geburt!
  • Naturgemäße Entwicklung für Kinder!
  • Wechselmodell auch in Deutschland! (Paritätische Doppelresidenz)
  • Verhöhnung der Väter stoppen!
  • Umgangsboykott unter Strafe stellen!
  • getrennterziehend, nicht „alleinerziehend“.

Los geht´s

WWDOGA – Worldwide Day of Genital Autonomy

Jahrestag: 7. Mai

Jährliche Demo in Köln vor dem Landgericht und auf dem Wallrafplatz

Im Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. versammeln sich Menschen, die von chirurgischen Eingriffen an ihren Genitalien negativ betroffen sind. Unser Ziel ist die politische und gesellschaftliche Ächtung aller Formen nicht-therapeutisch indizierter chirurgischer Eingriffe an einwilligungsunfähigen Menschen. Dazu gehört die Abschaffung des § 1631 d und damit eine Rückkehr zum uneingeschränkten Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung.

Genitalverstümmelungen sollen als Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung gesellschaftlich anerkannt und strafrechtlich geahndet werden. Ein Ziel ist die umfassende Aufklärung aller Bevölkerungsgruppen über die Folgen von nicht-therapeutischen Eingriffen an Genitalien von Kindern. Wir wirken darauf hin, dass die betroffenen Fachgebiete der Medizin ihre teilweise Blockade zur Behandlung und Erforschung von Spätfolgen unnötiger chirurgischer Eingriffe an den Genitalien von Kindern aufgeben, diese wissenschaftlich untersuchen und davon als Kind betroffenen Menschen Hilfen anbieten.

Da diese Eingriffe zu gesundheitlichen Problemen und erheblichen sexuellen Einschränkungen führen können, müssen rehabilitierende Maßnahmen zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehören. Unser Ziel ist es außerdem, der Pathologisierung komplikationsfreier Zustände der Genitalien von Kindern entgegenzuwirken. Medizinisch unnötige Untersuchungen und Behandlungen an den Genitalien von Kindern sind zu unterlassen.

Innerhalb des Facharbeitskreises bietet sich Betroffenen die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches über dieses Thema, der für viele in ihrem sozialen und erst recht beruflichen Umfeld nur schwer bis gar nicht möglich ist. Im Facharbeitskreis erfolgt oft erstmals ein nichtanonymer Austausch über die eigenen im Kindesalter erlittenen Modifikationen der Genitalien und das Erleben der sich daraus ergebenden Folgen. Wir betreiben Aufklärung über dieses noch immer weitgehend tabuisierte Thema mittels Publikationen wie z.B. des Zirkumpendiums. Wir knüpfen Kontakte und streben Kooperationen mit Organisationen an, die unseren Werten und Zielen aufgeschlossen sind. Dazu zählen insbesondere Menschenrechtsverbänden, Ärztevertretungen und z.B. auch sexualpädagogisch aufklärenden Institute. Wir erstreben die Einflussnahme betroffener Menschen auf politische Prozesse und versuchen dies durch Kontaktaufnahme mit Entscheidungstragenden – mit dem Ziel der Mitwirkung in Gremien und Ausschüssen – zu ermöglichen.

Wichtig ist uns eine konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit. Wir fühlen uns einem wertschätzenden und anerkennenden Umgang miteinander verpflichtet. Dadurch kann Vertrauen wachsen. Die Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte steht nicht im Mittelpunkt. Wir sind sehr vorsichtig damit, andere mit ihr zu konfrontieren. Dadurch, dass wir alle über unsere Arbeit im Facharbeitskreis hinaus noch in verschiedenen anderen Netzwerken tätig sind, ist es für uns möglich, schnell gezielt Informationen von vielen Betroffenen einzuholen. Das Spektrum der Betroffenengruppen, die wir auf diese Weise erreichen, geht von Betroffenen religiöser Traditionen, über Betroffene tradierter Formen der Genitalverstümmelung bis zu Betroffenen, die aus fragwürdigen „medizinischen“ Gründen Eingriffe an ihren Genitalien erdulden mussten.

Die Bewertung nicht-therapeutischer Eingriffe an den Genitalien obliegt einzig und allein den davon Betroffenen. Für uns zählt ausschließlich die Perspektive der als Kind Betroffenen – welche dem medizinisch nicht indizierten Eingriff an ihren Genitalien ausgesetzt waren und für den Rest des Lebens mit dessen Folgen leben müssen. Die Schwere und die Folgen des Eingriffs dürfen nicht, wie bisher häufig geschehen, durch die Absicht oder die Motivation der den Eingriff anordnenden Erwachsenen Relativierung erfahren. Die Durchsetzung der körperlichen und sexuellen Selbstbestimmung von Kindern sehen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, die auch weltweites Handeln erfordert – unabhängig vom sozialen, ethnischen, religiösen oder politischen Kontext oder der Geschlechterzugehörigkeit. Wir sind uns weiterhin darüber im Klaren, dass der angestrebte Schutz aller Kinder – unabhängig vom Geschlecht – nicht allein durch eine gesetzliche Regelung gewährleistet sein wird. Unabdingbar ist deswegen die umfassende Aufklärung aller Bevölkerungsgruppen über die Folgen von nicht-therapeutischen Eingriffen an Genitalien von Kindern. Wir sind der Ansicht, dass es für ein so komplexes Problem keine einfachen Lösungen geben kann und dass die Durchsetzung der Rechte des Kindes etwas ist, was nur langfristig gelingen wird, wenn viele gesellschaftliche Gruppen konstruktiv und friedlich zusammenarbeiten. Wir stehen in der Arbeit unserer Initiative für demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien. Wir wenden uns entschieden gegen rassistische, antisemitische, sexistische oder andere ausgrenzende Einstellungen.

Die Grundsätze unseres Leitbildes gelten auch für die Arbeit mit unseren Kooperationspartnern. Wir arbeiten mit Personen und Initiativen zusammen, die unsere Grundeinstellung und Werte teilen. Bei Zweifeln setzen wir die Kooperation erst fort, nachdem unsere Bedenken ausgeräumt sind.

https://genitale-selbstbestimmung.de/

Uni Tübingen: KiMiss Projekt

Das KiMiss-Projekt erarbeitet Definitionen zu Kindesmissbrauch und -misshandlung. Besonders berücksichtigt werden nicht-sexueller Missbrauch, der im Kontext von Trennung und Scheidung als emotionaler, seelischer oder psychologischer Missbrauch auftreten kann, und Elternverhaltensweisen, die eine Entfremdung des Kindes vom anderen Elternteil bewirken.

Missbrauchs-Definitionen unterliegen menschlicher Beurteilung, und diese kann selbst dann unterschiedlich ausfallen, wenn Experten aus der gleichen Fachrichtung heraus einen identischen Sachverhalt beurteilen. Problematischer wird dies in der familiengerichtlichen Praxis, wenn Vertreter verschiedener Fachrichtungen zu einer gemeinsamen Beurteilung bzw. Entscheidung kommen müssen.

Ziel des KiMiss-Projektes ist, die Variabilität in Missbrauchs-Beurteilungen zu erfassen und zu quantifizieren, unter Einbeziehung aller Unsicherheiten und unter Berücksichtigung der Sichtweise verschiedener Fachrichtungen. Auf diese Weise werden diagnostische Instrumente zur Entscheidungsfindung beim Thema Kindesmissbrauch und -misshandlung geschaffen und Schwellenwerte bestimmt.

Grundlage des KiMiss-Projektes ist ein Rating-Verfahren, in welchem Vertreter verschiedener Fachrichtungen (Justiz, Sozialarbeit, Psychologie, Medizin, etc.) Fallkonstellationen im Kontext von Trennung und Scheidung beurteilen. Kern des Projektes bildet die sogenannte KiMiss-Liste, die auch den KiMiss-Studien 2012 und 2016/17 zugrunde liegt. Das Rating-Verfahren stellt damit die Operationalisierung eines Kindeswohl-orientierten Maßes bereit.

Die Übersetzung menschlicher Meinungen oder Beurteilungen in quantifizierbare Größen erfordert Methoden der statistischen Modellierung, und die Ableitung von Schwellenbedingungen aus einem Prozess der Entscheidungsfindung erfordert Methoden der mathematischen Modellierung. Aufgrund dieser Methoden sind die frühen Projektteile des KiMiss-Projektes in der Medizinischen Statistik und der Klinischen Psychologie angesiedelt.

Das KiMiss-Projekt wurde als Teil eines Präventionsprogrammes entworfen, welches durch Diagnostik und Früherkennung aufklären soll, bevor in Kindesangelegenheiten sorgerechtliche Interventionen notwendig werden. Langfristig ist daher erforderlich, dass die hier entwickelten Definitionen nicht nur einer Experten-Sichtweise genügen, sondern auch dem gesellschaftlichen Konsens entsprechen.

https://www.kimiss.uni-tuebingen.de/

Franzjörg Krieg

Persönlicher Blog von Franzjörg Krieg: Väteraktivist, Gründer und Sprecher des VAfK Karlsruhe und VAfK Landesvorstand Baden-Württemberg.

https://vater.franzjoerg.de/

WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY – “KÖLNER URTEIL”

Am 7. Mai jährt sich die Verkündung des KÖLNER URTEILS. Dieses hatte 2012 auch Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen, indem es eine medizinisch nicht indizierte Vorhautentfernung („Beschneidung“) eines Jungen als eine strafbare Körperverletzung bewertete. Inzwischen ist der 7. Mai längst weltweit zu einem Symbol für die Selbstbestimmungsrechte des Kindes unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition geworden.

Der eigentlich verharmlosende Begriff „Beschneidung“ steht bei Jungen für die Amputation („amputare“: ringsherum abschneiden) der Vorhaut, die den Verlust von durchschnittlich 50 % der gesamten Penishaut und des für sexuelle Empfindungen sensibelsten Teils mit sich bringt und die natürliche Physiologie des Penis sowie dessen Erscheinungsbild irreversibel verändert. Komplikationen sowie physische und psychische Spätfolgen sind zunehmend dokumentiert.

Erkrankungen der Vorhaut machen nur in seltenen Fällen eine Vorhautentfernung medizinisch unumgänglich. Eine beschwerdefreie Vorhautenge im Kindes- und Jugendalter ist keine Krankheit. Oft weitet sich die Vorhaut erst in der Pubertät. Bei tatsächlichen Beschwerden helfen in den meisten Fällen nichtoperative Therapien.

Am 7. Mai 2012 bewertete das Kölner Landgericht eine medizinisch nicht indizierte „Beschneidung“ an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen als rechtswidrig. Dies war nur folgerichtig, denn auch Kindern standen in Deutschland die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und gewaltfreie Erziehung zu. Warum hätten diese Rechte gerade vor dem Intimbereich haltmachen sollen, und dann auch noch exklusiv nur vor dem von Jungen?

Der Deutsche Bundestag entschied am 12.12.2012 als Reaktion auf das Kölner Urteil in einem Hauruckverfahren, dass Eltern aus jeglichem Grunde in eine „Beschneidung“ ihrer

Söhne einwilligen können. Ein Widerspruch zu sämtlichem übrigen gesetzlichen Schutz von Kindern und gleich ein mehrfacher Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention.

Jährliche Kundgebung in Köln
Beginn: 10:00 Uhr Landgericht, Luxemburger Str. 101

https://genitale-selbstbestimmung.de/

MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene

Im Verein MOGiS e.V. haben sich Betroffene sexuellen Missbrauchs, sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt zusammen­geschlossen um ihren Interessen eine Stimme zu geben.

MOGiS e.V. begleitet kritisch die Entwick­lung der politischen Rahmen­bedingungen in den Themen­kreisen Sexueller Selbstbestimmung (besonders der von Kindern), sowie in der Bürgerrechts- und Grundrechts­politik.

Der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. hat eine eigene Webseite unter https://die-betroffenen.de

Wir sind der Ansicht, dass die Durchsetzung der Rechte des Kindes etwas ist, was langfristig nur gelingen wird, wenn möglichst viele gesellschaftliche Gruppen konstruktiv und friedlich zusammenarbeiten.

https://mogis.info/