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Förderverein

Die Väterbewegung stellt sich stets intellektuell und wissenschaftlich auf. Damit handelt sie ihrem eigenen Ziel zuwider, denn die Wissenschaft akzeptiert Thesen der Väterbewegung nicht und die Gesellschaft fühlt sich mit wissenschaftlichen Abhandlungen überfordert. Hinzu kommt, dass eine tiefe Verletzung der Seele durch den Entzug der Kinder und den faktischen Verlust der Vaterschaft nicht ernst genommen wird, wenn der Betroffene die Verletzung wissenschaftlich, neutral und mit Distanz beschreibt. Es ist nicht Aufgabe des Betroffenen, eine emotionale Distanz einzuhalten. Dies ist Aufgabe eines Moderators.

Im Umkehrschluss hat dies die Frauenlobby gestärkt. Während jede Bürgerinitiative mit ihrer Wut und ihrem emotionalen Engagement ernst genommen wird, wird Vätern dieses vorgehalten. Gleichzeitig wird Vätern vorgeworfen, sich nicht emotional zu engagieren (Männer können keine Gefühle zeigen).

Aus dieser Zwickmühle befreien wir uns nur, wenn wir uns emotional engagieren und den Unkenrufen trotzen. Wir sollten nicht jammern, dass nur 200 Leute auf eine Demo kommen, sondern ehrlich eingestehen, dass die Väterbewegung es in den letzten 30 Jahren nicht geschafft hat, die Menschen emotional anzusprechen. Und wir müssen bedingungslos anerkennen, dass die eigenen Zielen zuwider handelnde Arbeit der letzten 30 Jahre eine Frauenlobby ermöglicht hat, die in der Lage ist, uns weiter klein zu halten, wenn wir nicht bereit sind, eigene Fehler zu erkennen und neue Wege zu gehen.

Eines der höchsten demokratischen Instrumente nutzen die Gewerkschaften. Da werden Parolen geschwungen, Tischtücher zerschnitten, Menschen gegeneinander aufgehetzt (Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer), demonstriert, Arbeit verweigert (Arbeitskampf, Streik), und dennoch sitzen dieselben Personen anschließend mit den Arbeitgebern am Tisch und handeln die Tarifverträge aus.

Etwas Vergleichbares gab es in der Väterbewegung nie. Diejenigen, die verhandelten, distanzierten sich stets von den Polemikern und die Polemiker verunglimpften diejenigen, die am Verhandlungstisch saßen, als Verräter. Hier gilt es, eine neue Einheit zu schaffen und zu begreifen, dass eine erfolgreiche Bewegung alle demokratischen Instrumente beherrschen und auch konzertiert, also strategisch und taktisch nutzen muss.